Rolling LIke a Ball Pliates Übung

Rolling Like a Ball – Die Angst vorm Fall

Charleston Samu Rii Marquis Allgemein, Blog, DE, Pilates Vertieft Leave a Comment

Strategie und Taktik

Strategisch müssen wir die Rolling Like a Ball Übung so angehen als ob wir nach oben in den Himmel rollen würden, anstatt nach unten in den Boden, und taktisch müssen wir neuronal einfach vergessen, dass die Matte unter uns existiert;)

Keine Angst vorm Fall

Die Grundpremise der Rolling Like a Ball Übung: Mühelos wie ein Ball rollen, können wir nur dann, wenn wir keine Angst vorm Fallen haben. Ja, das Haupthindernis, das uns daran hindert unseren Körper mühelos wie einen Ball zu rollen – abgesehen von Konditionen wie Hyperlordose und Skoliose, natürlich – ist die Angst zu fallen (ob diese für uns wahrnehmbar ist oder auch nicht ist eine andere Geschichte).
Wie auch immer, es gibt Leute, die die Rolling Like a Ball Übung ganz natürlich machen ohne jemals die Technik gelernt zu haben, aber viele andere können das nicht; und falls du auch zu denen gehörst, ist unser Blogpost heute speziell für dich.

Ruhe In Sicherheit

Der erste Schritt um unsere Angst vor dem Fallen zu reduzieren, ist zu lernen unser Becken am Boden und in der Luft zu gründen.

Becken-Sicherheit am Boden

Sitz auf der Matte mit gebeugten Knien. Schaukel auf deinen Sitzknochen einige Male nach hinten und vorne und stoppe die Bewegung genau hinter deinen Sitzknochen. Aktiviere deine Power Engine und verwende deine Hände um die Pobacken zusammenzupressen, -drücken und -ziehen, und schleife dann deine Beine weg vom Boden ohne dabei dein Becken nach vorne zu kippen.
Gut 🙂 … und nun zur Sicherheit in der Luft.

Becken-Sicherheit im Himmel

Bleib in der Position und versuche deine Arme auf- und ab zu bewegen wie in den Hundreds, währenddessen du deine Knie näher zum Oberkörper bringst. Die kinästhetische Wahrnehmung deiner auf- und ab-pulsierenden Arme, hilft dir zu verstehen, dass du vor dem Zurückrollen deinen Brustkorb mit deinen Oberschenkeln verbinden musst, indem du deine Power Engine und deinen Schultergürtel verwendest, und nicht deinen oberen Rücken oder Kopf.

Zur Wissenschaft der Rolling Like a Ball Übung

Rolling Like a Ball ist eigentlich eine Basis-Pilatesübung, aber tatsächlich ist sie eher schwierig zu verstehen und implementieren. Auch aus medizinisch wissenschaftlicher Perspektive ist die Rolling Like a Ball Übung immer wieder umstritten, wenn es zur Funktion der Übung auf die Wirbelsäule und die Bandscheiben kommt.

Die Schwierigkeiten der Übung basieren auf folgenden Fakten

♦ Der menschliche Körper ist nicht rund wie ein Ball. Unseren Körper so zu bewegen als wäre er ein Ball erfordert also viel Wissen und Körper-Verstehen.

♦ Der menschliche Körper ist auch nicht darauf ausgerichtet sich rückswärts zu bewegen, und deswegen verursacht jede Rückwärstbewegung eine gewissen Grad an Unsicherheit.

♦ Der Körper hat in der Rolling Like a Ball Übung nur einen sehr minimierten Platz um sich zu gründen, was die Angst zu fallen unweigerlich triggert.

♦ Der Abstand zwischen den Oberschenkeln und Hüftknochen ist ziemlich fordernd.

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3 wichtige Fragen

Lasst uns die faktischen Schwierigkeiten der Rolling Like a Ball Übung ausgleichen, indem wir uns 3 essentiellen Fragen stellen

1. Wie können wir unseren Körper, der offensichtlich kein Ball ist, so bewegen als ob er einer wäre?

2. Zu welchem Zeitpunkt während der Übung müssen wir eine Art „Schock“ implementieren, damit wir die Dynamik der Bewegung erhalten und kontrollieren können?

3. Wie können wir der Schwerkraft beim Rollen in beide Richtungen entgegenwirken?

Lasst uns dazu betrachten, von welchen Prinzipien die Rolling Like a Ball Übung getragen wird.

Das Rolling Like a Ball Prinzip

“Wie ein Ball zu rollen” bedeutet „mit Kontrolle zu rollen“ anstatt durch „ein Momentum zu rollen“. Die Kontrolle kommt dabei von unserer Power Engine und nicht von unserem Nacken.

Das kannst du auch gleich bildlich in unserem Video unten verfolgen;)

Der unwirksame Weg zu rollen

Ineffektive ist es das Momentum beim Rollen zu verwenden. Was passiert ist Folgendes: Das Hinunterrollen leiten wir ein, indem wir fälschlicherweise unseren oberen Rücken verwenden. Und das Hinaufrollen initiieren wir, indem wir unseren Kopf verwenden, was zusätzlich ein Sinken in unserem Brustkorb verursacht.

Diese Art „Wie ein Ball zu rollen“ verursacht wegen der instabilen Bewegung unserer Wirbelsäule einen Druck in unseren Bandscheiben. Das ist auch der Grund dafür warum Ärzte und Chirurgen oft behaupten, dass die Rolling Like a Ball Übung schlecht für unseren Rücken ist.
Aber, es gibt auch eine Weise zu rollen, die eine echte Wohltat für unseren Rücken ist…

Der effektive Weg zu rollen

Wenn wir unsere Power Engine verwenden, ist das Rollen effektvoll, weil unsere Power Engine beim Hinunterrollen unseren Brustkorb zu unserem Becken fixiert, und beim Hinaufrollen unser Becken nicht nach vorne kippen lässt; unser Beckenknochen wird sich auf diese Weise nicht von unserem Nabel wegbewegen.

Also, die einzige Kraft, die wir verwenden um das Rollen zu kontrollieren, ist die Kraft unserer Power Engine. Genauer gesagt, verursacht unsere Power Engine die Core Stabilität, durch die das Rollen kontrolliert werden kann, weil es beim Hinunterrollen unser Becken mit unserem Brustkorb verbindet, und beim Hinaufrollen unsere Schultergürtelstabilisatoren mit unserer Gesäßmuskulatur.

Wenn du es schaffst diese beiden Verbindungen herzustellen, dann wird beim Rollen kein leerer Platz zwischen deinem Kreuzbein und der Matte sein, und du wirst das Rollen mühelos an beliebiger Stelle anhalten können.

Eine detailierte Beschreibung wie du deine Power Engine aktivierst, findest du hier.

Und nun, zurück zu unseren 3 Fragen …

Die Magie unserer Power Engine und unserer Schultergürtelstabilisatoren

1. Wie können wir unseren Körper, der offensichtlich kein Ball ist, so bewegen als ob er einer wäre?

Indem wir, bevor wir zu rollen beginnen, unsere Power Engine gemeinsam mit unserer Gesäßmuskulatur aktivieren, und so unser Becken in ein funktionales posteriores Kippen bringen. Und indem wir dann durch unsere Schultergürtelsatbilisatoren unseren Brustkorb zu unserem Becken sanft hinunterdrücken um so eine „Balligkeit“ in unserem unteren Rücken zu erzeugen. Voilà, unser Körper-Ball!

2. Zu welchem Zeitpunkt während der Übung müssen wir eine Art „Schock“ implementieren, damit wir die Dynamik der Bewegung erhalten und kontrollieren können?

Es gibt 2 Stellen, wo der Energiefluss der Bewegung sich ändert; am Weg nach unten nimmt die Energie zu und am Weg nach oben nimmt die Energie ab. Ein kontrollierter „Schock“ muss also an genau den 2 Schnittstellen passieren, wo sich der Energiefluss ändert, damit wir den harten Fall auf die Matte am Weg nach unten, und „ein Steckenbleiben“ am Weg nach oben verhindern können.

3. Wie können wir der Schwerkraft beim Rollen in beiden Richtungen entgegenwirken?

Das machen wir, indem wir unsere Power Engine und unsere Schultergürtelstabilisatoren dazu verwenden unser Becken mit unserem Brustkorb zu einer funktionalen Einheit zu verbinden.

Try it & fly with it!

Wie hat dir unser Blogpost heute gefallen? Wie geht es dir beim Rollen? Rollst du bereits deine gesamte Wirbelsäule – Wirbel für Wirbel – auf der Matte ab und tust so deinem Rücken etwas Gutes? Hast du Strategien oder Taktiken für die Rolling Like a Ball Übung, die du mit uns teilen möchtest?

Wie immer, wenn dir unser Blogpost gefallen hat und du ihn gern mit jemanden teilen möchtest, sind wir dir für immer dankbar!

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